Abendschule

Du hast schon mal von „Promotion sociale“ oder Fortbildungsunterricht gehört, weißt aber nicht genau, was das ist? Möchtest du dich weiterbilden, deinen Job aber nicht ganz aufgeben? Dann ist dies genau das Richtige für dich!

Das System der Abendschule ist in Belgien sehr beliebt; jährlich wird es von mehr als 125 000 Menschen genutzt.

Was ist das genau?
Obwohl man meistens von Abendschule spricht, ist der Begriff „Fortbildungsunterricht“ eher passend. Der Unterricht findet ebenso am Tag wie am Abend und am Wochenende statt. Es ist eine Unterrichtsform, die im Vergleich zum Vollzeitunterricht teilzeitig angeboten wird.

Wann ist dieses System interessant für dich?
Der Fortbildungsunterricht ist genau das Richtige:
  • wenn du Student bist und Kompetenzen in einem Fach erhalten möchtest, das nicht in deinem Studium einbegriffen ist.
  • wenn du auf Arbeitssuche bist und dich bilden möchtest, um deine Chancen auf einem Job zu erhöhen.
  • falls du deinen Beruf ändern oder dich perfektionieren bzw. spezialisieren möchtest.
  • wenn es dir einfach Spaß macht, dich weiter zu bilden.

Wie funktioniert das Ganze?
Wenn die Zulassung zum Fortbildungsunterricht kann auf Basis von Tests oder Zulassungsprüfungen gewährleistet werden. Allerdings können manche Abschlüsse diese Zulassungsprüfungen ersetzen.

Offiziell gibt es 2 Formen des Fortbildungsunterrichts, doch die zweite Form wird kaum noch genutzt. Deshalb gibt es nur Erklärungen zur ersten Form, die viel flexibler ist. Hier besteht der Unterricht aus verschiedenen Ausbildungseinheiten, die man nacheinander absolviert. Du bestehst den Fortbildungsunterricht, wenn du alle Ausbildungseinheiten in einer Abteilung „gesammelt“ hast und erfolgreich bestanden hast.

Welchen Abschluss erhält man?
Ein Abschluss im Fortbildungsunterricht ist nicht weniger wert als ein Abschluss im Vollzeitunterricht. Die Anzahl Unterrichtsstunden ist zwar geringer, wird aber durch Berufserfahrung du die Reife der Studenten wieder ausgeglichen. Das Diplom wird von öffentlicher Hand anerkannt und die erlangte Qualifikation öffnet reelle Berufsaussichten sowohl im öffentlichen Dienst als auch im Privatsektor.

Es gibt 2 verschiedene Abschlüsse: die spezifischen und die gleichwertigen. Beim spezifischen Abschluss erhält man eine Bescheinigung, dass man die Ausbildungseinheiten bestanden hat. Anschließend legt man eine Prüfung ab, um zu beweisen, dass man den Stoff genügend beherrscht, um ein Diplom zu erhalten. Ein gleichwertiger Abschluss bedeutet, dass er einem Sekundar- oder Hochschulabschluss gleichgestellt ist.

Das Diplom wird den gleichen Kontrollen unterzogen wie beim Vollzeitunterricht und ebenfalls dem Beglaubigungsausschuss vorgelegt. Da die Abschlüsse im Hochschulwesen nach dem Bologna-Prozess nun Bachelor genannt werden, ist dies auch beim Fortbildungsunterricht der Fall.

Wichtige Adressen:
SIEP (Service d’Information sur les Etudes et les Professions)
Rue Forgeur 25
4000 Liège
Tel. : 04/ 222 05 10
www.siep.be

Email: siep.dir@siep.be

Infos und Liste der Schulen:
http://www.enseignement.be/index.php?page=24500&navi=971
 

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