Die elektronische Zigarette

2004 entwickelt in China, zieht die elektronische Zigarette (kurz E-Zigarette) die Neugier der Raucher und Forscher auf sich. Ihr Gebrauch ist konstant steigend.

Funktionsweise
Die elektronische Zigarette ist ein Gerät, dass durch Strom, dank eines Akkus, funktioniert. Sie hat zum Ziel, den Akt des Tabak-Rauchens zu simulieren, jedoch findet keine Verbrennung statt. Die E-Zigarette kann optisch einer herkömmlichen Zigarette sehr ähnlich sein, manchmal gibt es sogar eine kleine Leuchtdiode, die beim Ansaugen der Luft aufleuchtet und so die Glut simuliert. Am anderen Ende befindet sich ein Heißstab. Dieser steckt wiederum in einer Kartusche die eine mit Flüssigkeit (e-liquid) vollgesaugte Faser enthält.
Durch das Ansaugen der Luft, also dem Ziehen an der Zigarette, wird die Flüssigkeit in Inneren erhitzt und der dadurch entstehende Dampf wird inhaliert. Dieser künstlich erzeugte Dampf, ähnelt dem Rauch, der bei der Verbrennung von Tabak entsteht.


Inhaltsstoffe
Die Flüssigkeit kann aromatisiert sein (Aroma von Tabak, Früchten, Schokolade,...) und kann auch Nikotin enthalten, muss aber nicht. Der Hauptbestandteil der Flüssigkeit ist Propylenglykol (ein chemisches Element, das häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet wird) oder pflanzliches Glyzerin. Das Propylen bewirkt einen stärkeren Geschmack, produziert aber weniger Dampf. Beim Glyzerin ist der Effekt genau umgekehrt, also weniger Geschmack dafür mehr Dampf.


Das belgische Gesetz
In Belgien ist der Verkauf sowie die Nutzung der E-Zigarette unter eine Reihe von Regeln angepasst, um den Verbraucher und seine Umgebung zu schützen. Es bestehen allgemeine Richtlinien für alle E-Zigaretten Typen und spezifische Richtlinien für E-Zigaretten mit Nikotin.

  • Allgemeine Richtlinien für alle E-Zigaretten Typen

Es ist verboten:
-Die E-Zigarette in geschlossenen öffentlichen Gebäude zu nutzen
-Werbung und Angebote für E-Zigaretten zu machen, außer in den Verkaufsstellen selbst oder in speziellen        Verkaufsstellen.
-Den Verkauf unter 16 Jahre und übers Internet

  • Spezifische Richtlinien für Nikotinhaltige E-Zigaretten

-Die Nachfüllflakons dürfen 10 ml nicht überschreiten
-Die Kartusche oder den Speicher dürfen 2 ml nicht überschreiten
-Die Konzentration des Nikotins dürfen 20 mg pro ml nicht überschreiten
-Das Nikotin muss sich konstant verteilen
-Verschiedene Zusätze sind verboten wie Vitamine, Koffein, CMR-Stoffen
-Die E-Zigaretten und Nachfüllflakons müssen mit Sicherheitsvorrichtungen für Kinder ausgestattet sein und  Schutz vor Bruch und auslaufen bieten.


Weniger schädlich als Tabak?
Nach ersten wissenschaftlichen Untersuchungen sind die schädlichen und giftigen Auswirkungen, die die Inhaltsstoffe der E-Zigarette auslösen können, geringer als die, die durch Tabakrauch entstehen. Andererseits enthalten und befreien die e-liquids Bestandteile, die möglicherweise die Atemwege reißen und schädlich sein können. Es gibt hierzu allerdings noch keine Langzeitstudien, die dies belegen oder widerlegen. Aus diesem Grund raten die AFMPS (Föderale Agentur für Medikamente und Gesundheitsprodukten )
und CSS (Hoher Gesundheitsrat) zur Vorsicht und von der Benutzung der E-Zigarette ab. Es ist auch nicht erwiesen, dass sie hilfreich ist, wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte. Zudem gibt es bisher auch keine Qualitätskontrollen. Dieser Standpunkt könnte aber in der Zukunft durch weitere Untersuchungen und Regelungen in anderen Ländern, verändert werden.


Weiter Infos

 

Quelle:

  • Billet Infor Jeunes 08.05.2015

 

Akt. 12/2016

 

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