Essstörungen


Verbringst du viel Zeit damit, deine “Problemzonen” im Spiegel zu betrachten? Glaubst du, dick zu sein, obwohl dich immer wieder Leute darauf ansprechen, wie dünn du geworden bist? Treibst du übermäßig viel Sport und hast du ein schlechtes Gewissen, wenn du dein tägliches Pensum nicht schaffst? Glaubst du, nur auf diese Weise das Essen zu verdienen? Bist du der Meinung du würdest mehr Anerkennung finden wenn du abnehmen würdest?

Falls du dich in einigen dieser Sätze wiederfindest, solltest du dich fragen, ob du dabei bist eine Essstörung zu entwickeln, oder schon tief in einer drin steckst.

Was sind Magersucht und Bulimie?
Beides sind Krankheiten, die sich durch ein gestörtes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper äußern.
  • Magersucht
    Die Betroffenen treiben meistens sehr viel Sport und haben kein Gefühl mehr für ihren Körper. Sie merken z.B. nicht ob ihnen warm oder kalt ist. Ihr Körper scheint keine Bedürfnisse zu haben. Anzeichen für eine Magersucht können sein: extremer Gewichtsverlust in kurzer Zeit, gestörte Wahrnehmung des Körpers, Angst vor Gewichtszunahme, Zwanghafter Umgang mit Nahrungsmitteln (d.h. wenig und kalorienarme Nahrung), sie haben keine Einsicht, dass sie krank sind und Hilfe brauchen.
    Eine lang anhaltende Magersucht kann durch die ständige Unterversorgung des Körpers negative Auswirkungen haben, wie z.B. Herzrhythmusstörungen, Kreislaufbeschwerden, Ausbleiben der Regel, Haarausfall, trockene Haut, Verstopfung, etc.
  • Bulimie
    In der Öffentlichkeit erscheint das Essverhalten der Bulimiker/innen völlig normal. Nach Außen scheint alles perfekt und es ist sehr schwer die Erkrankung festzustellen. Das typische an dieser Erkrankung sind die Heißhungerattacken. Bei einer solchen Attacke wird das Essen in sich hineingestopft. Die Betroffenen verlieren in diesen Momenten die Kontrolle über sich selbst und verschlingen große Mengen an sehr kalorienhaltiger Nahrung.

Dabei kann es schon mal vorkommen, dass die Person das 5fache des durchschnittlichen Tagesverbrauchs einer Person zu sich nimmt. Nach den Attacken versuchen die Bulimiker/innen die Nahrung wieder los zu werden durch Erbrechen, Abführmittel, Fastentage, extrem viel Sport, usw. Personen, die unter dieser Krankheit leiden, haben oft Schuldgefühle und Depressionen die sogar bis hin zu Selbstmordgedanken gehen können.

Eine lang anhaltende Bulimieerkrankung kann auch schwere körperliche Folgen haben wie z.B. Zahnschmelzschäden (durch die Magensäure), Risse in der Speiseröhre, Kalium- und Magnesiummangel (Ursache für Nierenschäden und Herzrhythmusstörungen), etc.

Woran erkennt man die Krankheiten?
Die Betroffenen tun alles um ihre Krankheit zu verbergen. Deshalb ist es für das Umfeld auch sehr schwierig diese Erkrankung festzustellen. Dies ist meistens erst möglich, nachdem schon eine ganze Weile vergangen ist. Am Anfang der Krankheit, würden die Betroffen auch nie zugeben, dass sie krank sind und Hilfe brauchen.

Magersüchtige überschlagen Mahlzeiten oder reduzieren sie aufs Äußerste, und empfinden sich trotzdem noch immer als „zu dick“. Sie studieren ausgiebig die Nährwertangaben auf den Lebensmittelverpackungen und kennen den Kaloriengehalt der meisten Lebensmittel auswendig.

Menschen die an Bulimie leiden „fressen“ bei ihren Attacken meist fett- und kohlenhydratreiche Esswaren; die Frequenz der Fress- und Brechattacken  reicht von 1 -2 pro Woche bis hin zu 20 pro Tag. Betroffene können unter-, normal- oder auch übergewichtig sein, sie haben jedoch meistens ein sehr schlankes Körperideal.

> Welches sind die Gründe der Essstörungen und wo kann man Hilfe finden?

 

 

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