Du hast Mist gebaut

Ab dem Moment, wo eine Straftat bekannt ist, sei es weil du erwischt worden bist oder der Geschädigte eine Klage einreicht, wird die Polizei eine Untersuchung einleiten. Du wirst angehört und es wird ein Protokoll erstellt. Das Dossier wird dann der Staatsanwaltschaft übergeben, die dann entweder die Sache nicht weiter verfolgt oder an einen Richter weiterleitet, der dann entscheidet, ob und welche Strafe ausgesprochen wird.

Falls du volljährig bist, wirst du vor ein Erwachsenengericht gestellt, wo eventuell eine Gefängnisstrafe und/oder eine Geldstrafe ausgesprochen wird.
Falls du minderjährig bist, ist das Jugendgericht zuständig. Bevor der Richter eine Entscheidung trifft, wird er dich anhören, wenn du über 12 Jahre alt bist.
Die Maßnahmen, die der Jugendrichter treffen kann, sind sehr unterschiedlich und hängen von deiner familiären Situation, von deiner Person und deinem Strafregister ab. Es kann sich um Sozialstunden handeln, eine Familienbegleitung, eine Unterbringung in einem Heim ...
Wenn du jedoch älter als 16 bist und es sich um ein Verkehrsdelikt handelt, kommst du vor ein Erwachsenengericht.

Vorladung oder Vernehmung bei der Polizei – was sind deine Rechte ?
Eine häufig benutzte Methode bei polizeilichen Ermittlungen ist die Anhörung. Es handelt sich dabei um ein Gespräch zwischen dem Ermittler und einer Person, sei es dem Opfer, einem Zeugen, dem mutmaßlichen Täter, dem Täter oder einem Mittäter. Um eine Anhörung durchzuführen, kann der Ermittler sich zum Wohnort der Person begeben, die er anhören möchte, oder die betreffende Person ins Polizeirevier einladen.

Musst du der Vorladung folgen? Du kannst den Empfang eines Ermittlers bei dir zu Hause verweigern. Auch hat die Polizei nicht das Recht, dich zu zwingen, an einer Anhörung im Polizeirevier teilzunehmen. In diesem Fall wird die Akte der Staatsanwaltschaft übermittelt. Letzterer hat die Möglichkeit, dich in seinem Büro anzuhören oder das Untersuchungsgericht zu beauftragen, alle Maßnahmen zu treffen, um dich anzuhören. In der Tat kann nur der Richter Zwangsmaßnahmen anordnen.

Bist du verpflichtet, die Fragen zu beantworten? Du hast das Recht zu schweigen und brauchst die gestellten Fragen nicht zu beantworten. Machst du von diesem Recht Gebrauch, so stellt dies kein Schuldbekenntnis dar. Dieses Verhalten kann jedoch die Überzeugung der Ermittler, dass du schuldig bist, verstärken. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Schuldbekenntnisse zu widerrufen. Man spricht von einer Falschaussage, wenn eine Person nicht die Wahrheit gesagt hat, obwohl sie vor dem Richter einen Eid abgelegt hat.

Es ist ratsam, das Protokoll sorgfältig durchzulesen, um sicher zu gehen, dass die Aussage genau so wiedergegeben ist, wie sie gemacht wurde. Gegebenenfalls hast du die Möglichkeit, Änderungen hinzuzufügen, die du für notwendig hältst. Wird dir dies verweigert, brauchst du das Protokoll nicht zu unterzeichnen.
 

Warst du schon mal im JIZ oder im INFOTREFF?



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