Das Kondom

Das Kondom ist eines der ältesten Verhütungsmittel. Kondome bestehen heutzutage meist aus Latex. Da es aber Menschen gibt, die an einer Latexallergie leiden, sind vor einigen Jahren Kondome aus Polyrethan auf dem Markt erschienen.

Kondome schützen vor einer ungewollten Schwangerschaft und beziehen auch Männer in die Verhütung mit ein. Wichtig ist außerdem, dass das Kondom das einzige Verhütungsmittel ist, das auch vor sexuell übertragbaren Erkrankungen schützt.

Wirkung und Zuverlässigkeit
Das Kondom verhindert die Befruchtung durch Auffangen der Samenflüssigkeit.
Bei richtiger Anwendung ist das Kondom sicher. Die Sicherheit des Kondoms kann jedoch erheblich beeinträchtigt werden durch falsche Anwendung oder durch falsche Lagerung (pralle Sonne, Autohandschuhfach,…) und Überschreitung des Haltbarkeitsdatums. Eigentlich ist die Handhabung des Kondoms einfach, sie muss jedoch ein bisschen geübt werden.

Sicherheitshinweise und Anwendung
Beim Kauf und bei der Benutzung sollte auf folgende Punkte geachtet werden:
  • Auf Qualität wert legen d.h. nur Kondome kaufen, die auf der Verpackung die CE-Kennzeichnung mit einer Nummer der nach EU-Recht zugelassenen Prüfstelle tragen. Das bedeutet, dass sie nach hohen EU-einheitlichen Sicherheitskriterien medizinisch und technisch geprüft sind.
  • Auf das Haltbarkeitsdatum achten und Kondome, die abgelaufen sind oder sich brüchig oder hart anfühlen, wegwerfen.
  • Es ist besser, Markenkondome zu kaufen, da diese das CE-Prüfzeichen tragen, mit einem Haltbarkeitsdatum versehen sind und zudem bei richtiger Anwendung extrem belastbar sind.
  • Um die Zuverlässigkeit des Kondoms nicht zu gefährden, sollte bei der Lagerung darauf geachtet werden, dass sie vor Hitze und Druck geschützt sind. Also nicht im Portemonnaie aufbewahren.
  • Bevor die Packung aufgemacht wird, sollte darauf geachtet werden, dass die Verpackung unbeschädigt ist. Wenn Luft rauskommt, wenn man auf die Packung drückt: Wegwerfen!
  • Keine Naturkondome oder Scherzkondome benutzen. Sie bieten keinen ausreichenden Schutz!
  • Bei der Wahl des Gleitmittels darauf achten, dass es wasserlöslich bzw. fettfrei ist! Fette, Massageöle, Vaseline, Lotionen etc. können zum Zerreißen des Kondoms führen. Wasserlösliche Gleitmittel können in vielen Drogeriemärkten oder Apotheken gekauft werden und haben keine Auswirkung auf die Zuverlässigkeit des Kondoms. Menschen, die eine Latexallergie haben und Kondome aus Polyurethan benutzen, können auch andere Gleitmittel benutzen.
  • Keine Scheren oder sonstige spitzen Gegenstände zum Öffnen der Verpackung benutzen und zudem mit spitzen Fingernägeln oder Intimpiercings aufpassen.

Vorteile
Bei richtiger Anwendung ist das Kondom ein zuverlässiges Verhütungsmittel. Es muss nur im Bedarfsfall angewendet werden und hat keine schädlichen Nach- oder Nebenwirkungen. Außerdem ist es das günstigste Verhütungsmittel überhaupt. Es bedarf minimaler Vorbereitungszeit und ist das einzige Verhütungsmittel für den Mann. Es kann von jedem benutzt werden.

Der größte Vorteil eines Kondoms besteht allerdings darin, dass es neben dem Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft, das einzige Verhütungsmittel ist, das vor sexuell übertragbaren Krankheiten (wie HIV) schützt.


Nachteile
Einige Anwender beklagen sich darüber, dass das Kondom das sexuelle Lustempfinden senkt oder unromantisch sei, da während des Sex an Verhütung denken muss. Bei Qualitätskondomen wird das Empfinden jedoch kaum beeinträchtigt.

 

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