Sexuell übertragbare Krankheiten

Hört man den Begriff sexuell übertragbare Krankheiten, denkt man meist direkt an HIV und AIDS. Dabei gibt es noch eine ganze Reihe anderer ernsthafter Erkrankungen, die bei jungen Leuten in unseren Breitengraden oft weitaus häufiger auftreten und die z.B. Unfruchtbarkeit zur Folge haben können.

Außerdem erhöhen viele sexuell übertragbaren Erkrankungen das Risiko einer Ansteckung mit HIV, da das Virus bei gereizter Schleimhaut leichter eindringen kann. Die Erreger von sexuell übertragbaren Krankheiten werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (Vaginal-, Oral- oder Analverkehr) übertragen.
Hat man den Verdacht, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit infiziert zu haben, sollte man so schnell wie möglich zum Frauenarzt bzw. Urologen gehen. Der Partner muss unbedingt mitbehandelt werden, da man sich ansonsten immer wieder gegenseitig ansteckt (Ping-Pong-Effekt).

Generell gilt:
Kondome beugen einer Ansteckung vor! Außerdem sollte jeder seinen Körper beobachten lernen, so dass man mögliche Symptome frühzeitig erkennt.

In dieser Kategorie haben wir kurze Erklärungen zu den bekanntesten und am häufigsten vorkommenden Geschlechtskrankheiten zusammengestellt:

Die Chlamydien-Infektion
Eine Ansteckung mit Chlamydien (ausgesprochen Klamüdi-en) ist die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung durch Bakterien. Viele Menschen sind infiziert, ohne es zu bemerken. Die Chlamydien-Infektion löst nämlich nur leichte oder kaum bemerkbare Beschwerden aus, die (wenn überhaupt) erst ein bis sechs Wochen nach der Ansteckung auftreten. Oft verschwinden die Symptome auch wieder ohne Behandlung. Doch die Infektion bleibt und die Person ist weiterhin ansteckend!

Feigwarzen (Kondylome)
Feigwarzen werden durch Humane Papilloma-Viren (HPV) verursacht. Neben Chlamydien und Herpes genitalis zählen Feigwarzen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Anzahl der Betroffenen ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen. Besonders gefährdet sind junge Menschen. Sichtbare Feigwarzen entwickeln sich jedoch nur bei einem geringen Teil der Infizierten. Wer sexuell sehr aktiv ist, hat ein höheres Risiko, sich anzustecken.

Filzläuse
Die Filzläuse, auch Schamläuse genannt, sind kleine flügellose Insekten die sich meist in den Schamhaaren einnisten und dort ihre Eier ablegen. Selten können sie auch an anderer Körperbehaarung auftreten. Die Läuse und Eier sind sichtbar.

Gonorrhöe - Tripper
Der Tripper, auch Gonorrhöe genannt, wird durch Bakterien (Gonokokken) übertragen und gehört zu den bekanntesten Geschlechtskrankheiten. Sie können alle Schleimhäute befallen, typischerweise die Harnröhre, aber auch den Enddarm und den Mund- und Rachenraum.

Hepatitis
Als Hepatitis bezeichnet man alle entzündlichen Erkrankungen der Leber. Sie schädigen die Leberzellen und stören die Funktionen des Organs. Es gibt sehr unterschiedliche Ursachen für eine Hepatitis: Viren, Bakterien, Parasiten, Medikamente, Alkohol, Krankheiten etc. Am häufigsten aber wird eine Hepatitis durch Viren verursacht. Im Vordergrund stehen dabei fünf Virustypen. Sie werden mit den Buchstaben A, B, C, D und E bezeichnet. Nur die Hepatitis B gilt als klassische sexuell übertragbare Erkrankung.

Herpes Genitalis
Es gibt verschiedene Arten von Herpes. Das „Herpes simplex“ äußert sich durch schmerzhafte Lippenbläschen und wird durch Tröpfchen z.B. durch Küssen oder Anhusten, übertragen.
„Herpes genitalis“ kann auch sexuell übertragen werden. Die meisten Menschen haben Antikörper gegen Herpesviren. Das heißt: Sie haben schon eine Infektion durchgemacht, aber längst nicht alle Betroffenen entwickeln die typischen Symptome.

HIV/AIDS
    HIV
    übersetzt würde man sagen „Menschliches Immunschwäche Virus“. Hat man sich erst einmal angesteckt kann der Virus lange Zeit unbemerkt bleiben. Ca. 6 Wochen nach der Ansteckung können grippeähnliche Symptome auftreten, die dann meistens auch als solche verstanden werden. Nach einer unterschiedlich langen Inkubationszeit bricht dann irgendwann Aids aus.

    AIDS
    auf Deutsch würde man wohl „erworbenes Immundefektsyndrom“ sagen. Das durch den Virus stark geschwächte Immunsystem des Menschen ist für Krankheiten, Tumore, etc. leicht angreifbar, was schließlich zum Tod führt. Gegen HIV gibt es heute sehr wirkungsvolle Medikamente. Dank dieser Medikamente können die meisten HIV-infizierten Menschen heute lange Zeit mit dem Virus leben, ohne an Aids zu erkranken. Die Medikamente können allerdings in einigen Fällen schwere Nebenwirkungen haben und müssen lebenslang eingenommen werden.

Syphilis
Syphilis gehört zu den klassischen sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Syphilis verläuft in mehreren Stadien und war früher wegen der Erkrankung des Nervensystems im vierten Stadium besonders gefürchtet. Seit der Entdeckung des Antibiotika ist sie jedoch sehr gut behandelbar. Ohne Therapie führt sie zu chronischen Leiden und zum Tod.

Trichomonaden
Trichomonaden sind einzellige Parasiten. Trichomonaden sind sehr empfindlich gegen Austrocknung und brauchen daher ein stets feuchtes Milieu, um überleben zu können. Sie werden meist durch ungeschützten sexuellen Kontakt übertragen.

Weitere Infos:

 

Akt.12/2018

 

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