Die Pille danach

Die „Pille danach“ ist nur eine Notfalllösung und wird nach Versagen einer anderen Verhütungsmethode oder nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr (besonders in der fruchtbaren Phase) eingenommen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. In Belgien ist „die Pille danach“ ohne Rezeptverordnung in der Apotheke erhältlich.

Wirkung und Zuverlässigkeit
Der Wirkstoff der „Pille danach“ heißt Levonorgestrel, das zu den gestagenartigen Hormonen zählt. Es wird angenommen, dass es den Eisprung unterdrückt und somit die Befruchtung verhindert, die kurz vor dem Eisprung am wahrscheinlichsten ist. Ob es ebenfalls die Einnistung verhindert, ist nicht erwiesen. Es ist allerdings erwiesen, dass „die Pille danach“ nicht mehr wirkt, wen sich das befruchtete Ei schon eingenistet hat, deshalb kann sie auch nicht mit einem Schwangerschaftsabbruch gleichgesetzt werden.

Insgesamt werden entweder einmalig 1 Tablette oder 2 Tabletten (hängt vom Präparat ab) eingenommen. Sie sollte bis spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, besser ist es jedoch sie innerhalb von 12 Stunden nach der Verhütungspanne zu nehmen. Hier gilt eindeutig die Devise: Je früher desto besser. Denn die Wirksamkeit nimmt mit der seit dem Geschlechtsverkehr vergangenen Zeit ab: Bei einer Einnahme innerhalb von 24 Stunden liegt die Wahrscheinlichkeit eines Schutzes noch bei 95%, zwischen 24 und 48 Stunden sinkt sie auf 85% und hinterher liegt sie nur noch bei etwa 58%.

Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen sind: Blutungsunregelmäßigkeiten, Übelkeit, Erbrechen Kopfschmerzen und Unterleibsschmerzen. Bei Einnahme auf leeren Magen besteht die Gefahr, dass die Pillen erbrochen werden. Falls dies in den ersten 3 Stunden nach Einnahme geschieht, müssen sofort neue eingenommen werden. Falls die nächste Menstruation mehr als 5 Tage überfällig ist, sollte auf direktem Wege ein Arzt/eine Ärztin konsultiert werden, um eine mögliche Schwangerschaft auszuschließen.

Die „Pille danach“ ist eine reine Notfalllösung und nicht als Verhütungsmethode gedacht. Sie schützt nicht vor AIDS und vor anderen Geschlechtskrankheiten.
 

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