Syphilis

Syphilis gehört zu den klassischen sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Syphilis verläuft in mehreren Stadien und war früher wegen der Erkrankung des Nervensystems im vierten Stadium besonders gefürchtet. Seit der Entdeckung des Antibiotika ist sie jedoch sehr gut behandelbar Ohne Therapie führt sie zu chronischen Leiden und zum Tod. In den 90iger Jahren schien die Syphilis in Westeuropa fast ausgestorben. Seit Ende der 90iger nimmt diese Erkrankung allerdings wieder deutlich zu.

Mögliche Symptome
Die Syphilis ist eine sehr ernste Erkrankung, die in vier Stadien verläuft:
  • Stadium I: Am Übertragungsort (meist Penis, Hodensack, Scheide, Schamlippen, Darmausgang oder Mund) entwickelt sich 10 bis 90 Tage nach der Ansteckung ein Knoten oder ein schmerzloses Geschwür. Die farblose Flüssigkeit in den Geschwüren ist äußerst ansteckend. Nach einigen Wochen heilt das Geschwür von alleine wieder ab.
  • Stadium II: 3 bis 6 Wochen nach Auftreten des Geschwürs kommt es oft zu grippeähnlichen Beschwerden, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Lymphknoten sind geschwollen und es erscheint ein Hautausschlag.
  • Stadium III: Zwischen dem zweiten und dritten Stadium erreicht der Verlauf der Erkrankung einen Stillstand, der jedoch nach Monaten oder Jahren unterbrochen werden kann und dann zur Spätsyphilis führt. Der Betroffene ist und bleibt jedoch weiterhin ansteckend! Mehrere Jahre nach der Ansteckung hat sich der Erreger im ganzen Körper verteilt und neben den Geschlechtsorganen auch die inneren Organe befallen, wie z.B. Blut- und Luftwege, Magen, Leber, Knochen oder Muskeln.
  • Stadium IV: Ohne Behandlung kommt es 10 bis 20 Jahre nach der Ansteckung zu Störungen des Nervensystems, welche geistigen Abbau, Demenz, Lähmung etc. zur Folge haben können.

Mögliche Folgen
Unbehandelt kann die Syphilis zu schweren Organschäden z.B. an Herz, Gehirn, Augen oder Knochen führen. In der Schwangerschaft kann die Syphilis entweder zu einer Fehlgeburt führen oder das Neugeborene schwer schädigen (z.B. Verformung der Knochen, geistige Behinderung). Der Fötus kann sich während der Schwangerschaft bei der Mutter mit der Syphilis infizieren.

Schutz vor Ansteckung
Syphilis wird durch ungeschützten Vaginal-, Oral- oder Analverkehr übertragen. Kondome verringern ein Ansteckungsrisiko erheblich! Die Ansteckung erfolgt, wenn verletzte Haut oder Schleimhaut mit den Bakterien z.B. durch die Geschwüre, in Kontakt kommt.

Behandlung
Syphilis kann mit Penicillin behandelt werden. Die Behandlungsdauer hängt vom Krankheitsstadium ab, in dem mit der Behandlung begonnen wird. Wichtig ist, dass die Sexualpartner des Infizierten auch untersucht und gegebenenfalls mit

 

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