Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Seit dem Jahr 1988 wird der 01. Dezember als Tag der Solidarität mit den Menschen, die sich mit dem HI-Virus angesteckt haben und zum Teil auch schon an Aids erkrankt sind, begangen. Weltweit erinnern Organisationen an diesem Tag an das Thema Aids und rufen dazu auf aktiv zu werden und die Solidarität gegenüber den Infizierten zu zeigen. Die rote Schleife gilt als Zeichen der Solidarität.

Was ist HIV? Was ist Aids?
  • HIV
    übersetzt würde man sagen „Menschliches Immunschwäche Virus“. Hat man sich erst einmal angesteckt kann der Virus lange Zeit unbemerkt bleiben. Ca. 6 Wochen nach der Ansteckung können grippeähnliche Symptome auftreten, die dann meistens auch als solche verstanden werden. Nach einer unterschiedlich langen Inkubationszeit bricht dann irgendwann Aids aus.
  • Aids
    auf Deutsch würde man wohl „erworbenes Immundefektsyndrom“ sagen. Das durch den Virus stark geschwächte Immunsystem des Menschen ist für Krankheiten, Tumore, etc. leicht angreifbar was schließlich zum Tod führt. Bisher ist noch kein Heilmittel gefunden, es ist nur möglich mit Medikamenten den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen und somit den Tod hinauszuzögern.

Warum ist eine Früherkennung so wichtig?

  • Wenn der Virus schnell erkannt wird, kann sofort mit der Therapie begonnen werden. Je früher dies geschieht um so länger kann der Patient am Leben gehalten werden.
  • Ein zweiter, sehr wichtiger Grund ist, dass die infizierte Person im Umgang mit anderen Menschen weiß wie sie sich verhalten muss um niemanden anzustecken (z.B. kein Blut spenden, Sex immer mit Kondom, etc.)

Einige Zahlen
Ende 2013 lebten weltweit laut Schätzungen von UNAIDS 35 Millionen Menschen mit HIV und Aids. Diese Zahlen geben zum einen die weiterhin hohe Zahl der weltweiten Neuinfektionen wieder. Sie stehen jedoch ebenfalls für den verbesserten Zugang zu antiretroviraler Therapie, wodurch die Zahl der Aids-bedingten Todesfälle in den letzten Jahren wesentlich reduziert werden konnte. 2013 starben 1,5 Millionen Menschen an den Folgen von HIV und Aids – Mitte der 2000er Jahre waren es noch 2,2 Millionen, Ende 2010 noch 1,8 Millionen Menschen. Von den geschätzten 35 Millionen Menschen mit HIV haben etwa 13 Millionen Zugang zu HIV-Medikamenten. Das sind über 2,3 Millionen Menschen mehr als noch im Jahr 2012.

Auch die Neuinfektionszahlen konnten in den vergangenen Jahren weiter gesenkt werden – ihre Zahl lag 2013 bei 2,1 Millionen, den bislang niedrigsten Wert in diesem Jahrhundert. 2010 lag die Zahl der Neuinfektionen bei 2,7 Millionen. Die HIV-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen, konnte in vielen Ländern deutlich reduziert werden, vor allem in Sub-Sahara-Afrika, der am stärksten von HIV betroffenen Region.

UNAIDS veröffentlicht im „epidemic update“ regelmäßig die weltweiten Zahlen zu HIV und Aids – zu finden unter www.unaids.org.
(Quelle: http://www.gib-aids-keine-chance.de)

In Belgien: 3 Neuansteckungen täglich
Die neusten Zahlen beweisen, dass Aids auch nach 30 Jahren seiner Entdeckung immer noch Thema ist. Täglich stecken sich z.B. in Belgien rund drei  Menschen mit dem Virus an. Die Neuinfektionen zeigen, dass das Sexualverhalten der in Belgien lebenden Menschen wieder unvorsichtiger ist als es z.B. vor 10 Jahren der Fall war.  Die Entwicklung neuer Medikamente in den letzten Jahren hat die Lebensqualität und -erwartung der HIV Positiven deutlich verbessert, dies führt leider dazu, dass die Angst nicht mehr so groß ist. Die höchste Rate der Neuinfektionen bilden nach wie vor Heterosexuelle Menschen. Die Ansteckung mit dem HI Virus erfolgt in allen Gesellschaftsschichten und in allen Altersklassen - wobei die höchste Ansteckungsrate bei den 25- bis 34 Jährigen festzustellen ist.  Und genau deshalb hat die Regierung erstmals einen Plan zur Aidsbekämpfung ins Leben gerufen. Dieser Plan sieht vor, dass  landesweit noch mehr Präventionsarbeit geleistet wird und die Menschen sich schneller und zeitiger testen lassen. Denn nur diejenigen, die wissen dass sie HIV positiv sind können ihre Mitmenschen bewusst vor einer Neuinfizierung schützen.

Die Rote Schleife
Dieses auffällige, sofort erkennbare Symbol steht für Solidarität, für Mitmenschlichkeit, für verständnisvolle Zuwendung und tatkräftige Unterstützung. Wer es benutzt, zeigt damit Bewusstsein für die sozialen Probleme, die Aids mit sich bringt, und setzt ein unübersehbares Zeichen, dass sie oder er aktiv an der sozialen Integration von Betroffenen und dem Abbau von Vorurteilen mitwirken möchte.

Aktionen 2017

Im Süden von Ostbelgien
Am Weltaidstag selbst, also am 01. Dezember, wird das JIZ gemeinsam mit der OJA-Süd und Kaleido einen Stand auf dem Windmühlenplatz in St. Vith errichten. Außerdem wird es diesmal von 10:40 bis 13:30 einen Stand auf dem Schulhof des Bischöflichen Instituts Büllingen geben. An beiden Ständen können die Jugendlichen sich dann kostenlose Infomaterialien, Aufkleber, Poster, rote Schleifen und Kondome abholen. Zudem erwartet alle ein wärmender Kakao.

Im Norden von Ostbelgien
Montag 27. November im KAE in der Mittagspause von 12-14 Uhr
Dienstag, 28. November in der PDS in der Mittagspause von 13 -14 Uhr
Donnerstag, 30. November im RSI in der Mittagspause von 12-14 Uhr
Freitag , 1. Dezember im ACF in Kelmis in der Mittagspause von 12-14 Uhr
Montag, 4. Dezember im ZFP in der Mittagspause von 12-14 Uhr

Interessante Webseiten mit tollen Spielen und Tests:

In unserer Fotogalerie findest du auch einige Fotos von den Aktionen der vergangenen Jahren.

 

Weihnachtsgeschenke...





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